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über Mich

Kindheit in Mühlhausen

Zu einem großen Teil bin ich immer noch Mühlhäuser, auch wenn ich inzwischen Wahl-Leipziger bin. Meine Eltern, die das nun bestimmt haben, sehen das immer unter anderen Gesichtspunkten. Mühlhäuser kommen − egal wo es sie auch hinverschlägt − fast immer zu ihrer Kirmes nach Hause. Mühlhausen hat neben einer sehr gut erhaltenen Stadtmauer, vielen Fachwerkhäusern in der Innenstadt, 13 Kirchen auch die erste Stadtkirmes überhaupt gefeiert. Mühlhausen war freie Reichs- und Handelsstadt, und sogar mal Mitglied in der Hanse. Auch wenn ich mit Geschichte nicht so viel zu tun habe, hat mich das in meiner Jugend schon ein ganzes Stück geprägt.

Jugend in Erfurt

Durch mein Talent und der Sturheit, es meinem Erzeuger beweisen zu wollen, hat es mich an die Spezi in Erfurt verschlagen. Viele schreckt es ab, wenn sie erfahren, daß man freiwillig in eine Schule mit Internat gegangen ist. Noch dazu eine mit verstärktem Mathe- und Naturwissenschaftsunterricht. Die Lehrer und die dort vermittelte Ausbildung sind jedoch nicht zu ersetzen. Unsere Internatserzieher haben uns auch recht große Freiheiten gestattet. Vieles, was andere Schüler bei ihren Eltern erst erkämpfen mußten, war für uns Internatler gegeben. Klar gab es gewisse Regeln, an die man sich zu halten hatte. Sie wurden aber auch oft genug aufs Äußerste ausgedehnt und auch mal übertreten. Man durfte sich halt nur nicht erwischen lassen...
Aus dieser Zeit stammt ein Artikel über das Prinzip der dynamischen Programmierung in der Wurzel 06/1999.

Zivi in einer Schule für Lernbehinderte

Diese Zeit ist mir mit Freude in Erinnerung. Die Kinder − vielleicht besser Schüler − haben ein ganz anderes Verhältnis im Umgang mit ihren Mitmenschen. Das war fast immer schön, nur wenn manche ihre schwierigen Seiten zeigten, machte auch der Dienst nicht immer Vergnügen.

Grundstudium an der TU Ilmenau

Mit dem Vorlauf durch meinen tollen Informatiklehrer Dr. Fothe (heute Prof.) fiel mir das Studium leicht. Den Grund nach Ilmenau zu gehen, der damals gute Ruf der TU, hatte die Uni aber bereits verspielt. Die Studienbedingungen waren nicht mehr so gut, wie der Ruf. Viele Vorlesungen litten unter der zu hohen Anzahl an (Informatik-)Studenten. Freizeitaktivitäten bot Ilmenau leider kaum. Fast alle Studenten fuhren an den Wochenenden weg. Die einseitige, technische Ausrichtung der Uni empfand ich auch eher einschränkend.
Einen Ausgleich fand ich damals in meiner Arbeit als Techniker beim TheaterLeiterTheater.

Hauptstudium in Leipzig

Nach dem etwas enttäuschenden Ilmenau freute ich mich auf die Großstadt Leipzig. Hier war und ist viel mehr los. Das Studentenleben kann man freier gestalten. Die Musikstadt Leipzig bietet neben den vielen Kneipen in der Karli auch anspruchsvolles Programm durch Gewandhaus, Uni-Chor, Schuhmann-Haus, Theater, Oper, usw.. Im Studium wurde ich jedoch negativ überrascht. Selbst eine große Uni wie Leipzig konnte meinen zu hohen Anspruch an die Qualität des Informatikstudiums nicht erfüllen. Ein Praktikum bei der IBM führte mich für ein Semester an die Realität der IT heran. Meine Diplomarbeit konnte ich inzwischen abschließen, auch wenn noch kein Ergebnis vorliegt, fühle ich mich seit einiger Zeit nicht mehr als Student; konnte ich doch reichlich Erfahrung während der Diplomphase sammeln. Dazu zählt auch meine:

Hochzeit in Hohenerxleben

Nach langer Suche − nicht nach der passenden Frau, die hatte ich bereits 1999 kennen gelernt − lernten wir durch Zufall das Schloß Hohenerxleben kennen. Viele Zeichen deuteten uns, daß wir den richtigen Ort gefunden hatten. Als da wären: die Schildkröten im Teich vor dem Schloß, der tolle Kinderzirkus (ein Theaterstück von und für Kinder), die Künstlergruppe Theatrum, welche das Schloß betreut, die sehr gute Küche in der "Guten Stube" und das richtige Preis-Leistungsverhältnis. So kam es nun, daß wir uns am 08.07.06 das Ja-Wort im Ahnensaal des Schloßes gaben. Bilder von diesem Tag, wie von allen weiteren Feierlichkeiten in der Zeit, sind unter Hochzeit zu finden.

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